Lehrerurkunde

Der Weg von Kampfsport zu Kampfkunst

Im Jahr 1981 sammelte Christian Hesse seine ersten Erfahrungen mit Kampfsport. In seiner

Jugend war er wie viele andere auch ein begeisterter Fan von Bruce Lee und seinen Filmen. Nach dem aber „Kung Fu“ damals in seinem Heimatort nicht angeboten wurde, versuchte er sich die erste Zeit mit Judo. Das Interesse dafür, musste aber bald den wichtigeren Dingen Platz machen die einen Jugendlichen nach der Pubertät beschäftigen.

Erst einige Jahre später entflammte die Begeisterung für den Kampfsport wieder auf. Nachdem er für seinen damals siebenjährigen Sohn Marco einen Kampfsport suchte, und dabei in Fischach auf das Allkampf-Jitsu System von Jakob Beck stieß. Dieses System beinhaltet Verteidigungstechniken aus 10 verschiedenen Kampfsportarten. Dieses System unterrichtete Jakob Beck seit 1968 in Rahmen des Europäischen Budosportverbandes als effektiver Weg zur Selbstverteidigung auch bei der Bereitschaftspolizei .

Bereits 2004 konnte Christian Hesse seinen ersten Meistergrad in Allkampf vorweisen. 2005 folgte der zweite Dan und 2007 der Dritte, dem fügte er parallel den zweiten Dan in Jiu-Jitsu hinzu. 2010 war der Wechsel der Allkampfschule von Fischach nach Ustersbach. 2012 übernahm er dann die Leitung der Allkampfschule in Ustersbach. Im Jahr darauf absolvierte er die Prüfung zum 4.Meistergrad in Allkampf-Jitsu und der längst fällige schwarze Gürtel im Judo.

Der „Großmeister“ im Allkampf-Jitsu war dann im Jahr 2016 der krönende Abschluss im Kampfsport.

Im Winter des Jahres 2016 lernte er einen Könner der „inneren Kampfkünste Chinas“ kennen, seine Lehrer „Sifu Patrick“.

Die chinesischen Kampfkünste bei uns unter dem Sammelbegriff „Kung Fu“ bekannt, unterteilen sich in die äußeren und die inneren Kampfkünste. Während die äußeren Kampfstile vorwiegend auf Kraft und Härte setzen, so sind die inneren Stile eher weich und nachgiebig und nutzen die Kraft des Gegners.

Fasziniert von dieser weichen aber doch so überlegenen Art zu kämpfen, widmete er nun unermüdlich jede freie Zeit zum erlernen dieser klassischen chinesischen Kampfkunst dem „Wing Tsun“.

Wing Tsun ein weicher Kung Fu Stil, ursprünglich von einer chinesischen Nonne entwickelt, wurde immer nur von Generation zu Generation bzw. von Meister zu Schüler weitergegeben, erst zur Zeit des zweiten Weltkrieges, brach der spätere Großmeister Yip Man, mit der Tradition und eröffnete seine Schule für Wing Tsun der Bevölkerung.

Sein wohl bekanntester Schüler war Bruce Lee, der verbreitete diese Kampfkunst in Amerika, und Yip Man’s Meisterschüler und Nachfolger Leung Ting brachte Wing Tsun nach Europa.

Nun im September 2019 konnte Christian Hesse die Urkunde von seinem Sifu entgegennehmen, ausgestellt von der Ving Tsun Athletic Association in Hongkong, die ihn als Lehrer und lebenslanges Mitglied der VTAA auszeichnet.

Damit stehen nun der Kampfsport- und Kampfkunstschule in Ustersbach 2 Lehrer für Wing Tsun zur Verfügung.

Während im Kampfsport eher Techniken erlernt und geübt werden, bis ein Automatismus eintritt, was vor allem für Kinder und Anfänger der richtige und sinnvolle Einstieg ist, so werden in den Kampfkünsten vorwiegend Prinzipien und Körperstruktur, sowie der Geist geschult, wodurch der Anwender einen reellen Kampf eindeutig besser zu seinen Gunsten bestimmen kann.

Die Kampfsportschule in Ustersbach unterrichtet donnerstags Kummooyeh – den koreanischen Schwertkampf und freitags Allkampf und Wing Tsun.

Kontakt über die Homepage TSV Ustersbach oder Christian Hesse Tel. 01520-1954713

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